Sanierung und Erweiterung der naturwissenschaftlichen Fachklassen am Gymnasium Unterrieden - Entwässerungsplanung Vergabe von Leistungen für die Planung von Ingenieurbauwerken nach HOAI 2021, Teil 3 Abschnitt 3, § 41 ff., Bauwerke und Anlagen der Abwasserentsorgung inkl. Überflutungsnachweis, Leistungsphasen 1 - 9 + örtliche Bauüberwachung
- Teilnahmefrist
- 13.10.2026, 10:00 Uhr
- Auftraggeber
- Stadt Sindelfingen
- Ort
- Sindelfingen, Baden-Württemberg
- Fläche (laut Beschreibung)
- ca. 27.000 m²
- Verfahren
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- Veröffentlicht
- 12.09.2026
Leistungsbeschreibung
Im Rahmen des Vergabeverfahrens mit Teilnahmewettbewerb nach § 17 und § 74 VgV, soll ein Ingenieurbüro für die Entwässerungsplanung des Neubaus und der Sanierung des Gymnasiums Unterrieden in Sindelfingen ermittelt werden.
Die Entwässerungsplanung umfasst sowohl den geplanten Erweiterungsneubau der Schule als auch gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen an den bestehenden Gebäuden auf dem gesamten Grundstück. Das Grundstück hat eine Fläche von ca. 27.000 m². Auf dem Areal befinden sich neben dem Bestandsgebäude der Schule eine Sporthalle und ein Sportplatz sowie der künftig geplante Erweiterungsneubau der Schule. Die BGF des Erweiterungsneubaus beträgt ca. 930 m².
Der Überflutungsnachweis ist ebenfalls für das gesamte Grundstück zu erstellen.
Das Gymnasium Unterrieden wurde im Jahr 1979 errichtet und besteht aus einem dreigeschossigen Hauptgebäude sowie einer
Dreifeld-Sporthalle. Im Schuljahr 2025/2026 besuchen insgesamt 769 Schülerinnen und
Schüler das Gymnasium Unterrieden. Die Klassenstufen 5 bis 12 werden vierzügig geführt. Ab
der Einführung des neunjährigen Gymnasiums (G9) im Schuljahr 2025/2026 wird sich die
Schülerzahl verändern, die Vierzügigkeit der Schule bleibt jedoch bestehen. Die
naturwissenschaftlichen Fachklassen befinden sich weitgehend im bauzeitlichen Zustand und
entsprechen weder den heutigen pädagogischen Anforderungen noch den aktuellen
technischen Standards. Die erforderlichen Fachklassen können grundsätzlich durch eine
Neustrukturierung der vorhandenen Flächen innerhalb der bestehenden Gebäude
untergebracht werden. Darüber hinaus ergeben sich auf Grundlage des
Musterraumprogramms für ein vierzügiges Gymnasium im G9-Betrieb Flächenbedarfe in den
Bereichen Ganztagsräume, Differenzierungsräume sowie einem zusätzlichen Klassenraum.
Im Jahr 2025 wurde durch das Büro Zimmermann und Nagel Architekten eine
Voruntersuchung durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im Oktober 2025 den städtischen
Gremien vorgestellt und ein Grundsatzbeschluss zur Generalsanierung der
naturwissenschaftlichen Fachräume sowie zur Erweiterung der Schule im Zuge der Einführung
von G9 gefasst. Die Fachklassen sollen umfassend saniert und neu strukturiert werden. Zur
Deckung des zusätzlichen Flächenbedarfs ist die Erweiterung der bestehenden Schule durch
einen kompakten zweigeschossigen Neubau vorgesehen, der während der Sanierung der
Fachklassen gleichzeitig als Interimsgebäude genutzt werden soll. Die städtebauliche
Einbindung und die konkrete Ausformung der Baukörper sind im weiteren Planungsverlauf in Varianten zu untersuchen. Die Baumaßnahme soll während des laufenden Schulbetriebs
umgesetzt werden. Hierfür ist ein Bau- und Umzugskonzept mit geeigneten Bauabschnitten
und Rochaden zu entwickeln, um die Beeinträchtigungen des Schulbetriebs möglichst gering
zu halten. Raumvergrößerungen innerhalb des Bestands sind durch das Versetzen von
Flurwänden möglich; eine Erweiterung der Bestandsflächen durch ein Versetzen der
Außenfassaden ist hingegen nicht vorgesehen. Die zu sanierenden naturwissenschaftlichen
Fachklassen im Bestandsgebäude umfassen eine Nutzfläche von rund 1.400 m². Zur Deckung
des zusätzlichen Flächenbedarfs ist der Erweiterungsneubau mit einer erforderlichen
Nutzfläche von rund 540 m² vorgesehen. Die im Rahmen der Voruntersuchung ermittelten
Grobkosten für die Generalsanierung der Fachklassen einschließlich des
Erweiterungsneubaus belaufen sich für die Kostengruppen 200 bis 700 auf insgesamt rund
12,3 Mio. € brutto. Die Planung startet unmittelbar nach der Auftragsvergabe. Das
Auswahlgremium ist für KW 44/2026 vorgesehen, die Bietergespräche sollen nach aktuellem
Stand in KW 50/2026 stattfinden. Weitere Unterlagen/Pläne erhalten Sie in der 2. Phase des Verfahrens.
Die Bewerbung als Arbeitsgemeinschaft ist möglich (das
Formblatt 234 ist entsprechend auszufüllen). Bei Bewerbergemeinschaften gelten die
Angaben und die Referenzen in Summe für die ARGE. Die Referenz gilt auch als erfüllt, …
Eignungsanforderungen (Auszug)
- Berufliche Qualifikation nach § 46 Abs. 3 und § 75 Abs. 2 VgV Nachweis mindestens von einem Inhaber, Geschäftsführer oder Prokurist des Unternehmens über die Eintragung in ein Berufsregister oder Nachweis eines Abschlusses der entsprechenden Fachdisziplin (Diplom-/Bachelor-/Masterurkunde oder Bachelor Professional (IHK)) oder im Ausland gleichwertige Qualifikation.
- Umsatz gem. § 45 Abs. 3 Nr. 1 VgV Unser Umsatz für Leistungen in der Planung von Ingenieurbauwerken nach HOAI hat im angegebenen Zeitraum betragen im Mittel 2023 - 2025: -kleiner 400.000 €: 10 Punkte -ab 400.000 €: 20 Punkte Beschäftigte gem. § 46 Abs. 3 Nr. 8 VgV Das jährliche Mittel der in den letzten drei Jahren (2023-2025) Vollzeitbeschäftigten Ingenieure für die Planung von …
- Referenzobjekt 1 des Bewerbers: Neubau oder Erweiterungsbau auf Grundstück mit Bestandsgebäude Objekte gemäß Anlage 12.2 HOAI Gruppe 2 -Honorarzone I: 20 Punkte -Honorarzone II: 30 Punkte -Honorarzone III: 40 Punkte Schwierigkeitsgrad -Reiner Neubau: 20 Punkte -Erweiterungsbau auf Grundstück mit Bestandsgebäude: 40 Punkte Auftraggeber: -Sonstige Auftraggeber: 10 Punkte -Öffentliche Hand …
Branchen
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